Montag, 6. Januar 2025

Mit Abdellah nach Taghazout

Unser heutiger Fahrer Abdellah fährt uns nun die knapp 60 km in nächste Küstendorf Taghazout. Ungefähr eine Stunde soll die Fahrt dauern. Abdellah ist ein etwas komischer Typ, schaut grimmig aus, kann nur arabisch und kein französisch oder englisch, ist aber eigentlich doch ein netter Kerl. 

Unterwegs hält er kurz mitten auf der Straße, springt aus dem Wagen und bringt einem Schäfer am Straßenrand ein paar Bananen. Dann gehts weiter.

Wir kommen durch das Tal von Tamri, wo entlang des Flusses Asif n'Srou große Bananenplantagen stehen. Ab hier führt die Straße direkt am Meer entlang mit schönen Ausblicken und etlichen Surfschulen. Auch am Leuchtturm "Phare du Cap Ghir" kommen wir vorbei, so wie auch an einigen ziemlich einfachen Fischerhütten.

Kurz nach dem Leuchtturm haben wir dann den Blick auf die Küsten der nächsten Tage, denn Taghazout liegt nicht weit von Agadir entfernt. Wir werden uns für den Rest der Tour wohl größtenteils hier an der Küste aufhalten.

Kurz vor 12 Uhr kamen wir in Taghazout an und ließen uns am Straßenrand absetzen. Abdellah verabschiedete uns kurz, war aber nicht der Typ für Selfies mit uns. Leider hatte sich der Himmel hier etwas zugezogen und es war im Moment noch gut bewölkt. Später soll es aber wieder besser werden.

Warten auf unsere Mitfahrgelegenheit

Wir liefen runter ins Dorf, wo wir mit dem Fahrer einen Treffpunkt ausgemacht hatten. Die Sonne kam über die Berge und strahlte nun die Surferbucht an. Die ersten Surfer waren schon im Wasser und je länger wir hier warteten, desto mehr kamen aus dem Dorf oder mit dem Auto angereist. 

Traurigerweise sah man viele der streunenden Hunde im Müll nach Essen wühlen. Auch wenn hier keiner der Hunde verhungert aussah, das aber war doch kein schöner Anblick.

Gegen 10:30 Uhr sollte unser Fahrer eigentlich hier sein, er verspätete sich aber etwas. Abdellah wird uns nun nach Taghazout bringen.

Nur ein Kaffee zum Frühstück

Nachdem wir gestern tatsächlich mal länger wach waren und nebenbei noch Youtube schauten, konnten wir die Nacht gut schlafen und sind gegen 9 Uhr aufgestanden. Nach einer Dusche gab es vom Hausverwalter / Dauerbewohner einen frischen Kaffee, den wir beim schönen Ausblick aufs Meer und spannende Bauarbeiten tranken. Ein Frühstück war unseres Wissens nicht inbegriffen, vielleicht hätten die aber in der kleinen Küche auch irgendwas gezaubert.

Wir verzichteten aber und fragten erst gar nicht danach, denn wir hatten unsere Sachen schon für die Weiterfahrt gepackt. Da wir Imsouane nun kannten und es hier auch nicht viel mehr zu sehen gibt, wollen wir heute ins nächste größere Dorf am Meer fahren, nach Taghazout.

Also laufen wir gleich mal runter ins Dorf und warten dort auf unseren nächsten InDrive Fahrer, der uns dorthin fahren wird.

Sonntag, 5. Januar 2025

Spaghetti Carbonara am Abend

Nachdem die Sonne verschwunden war liefen wir los in Richtung Surfstrand, denn hier hatten uns einige Restaurants oberhalb der Steilküste angesprochen. Wir setzten uns direkt am Steilhang und bestellten uns eine hier eher untypische Speise, nämlich Spaghetti Carbonara, auf die wir beide Lust hatten.

Dabei beobachteten wir die letzten Surfer im Wasser, die quasi noch das letzte vorhandene Licht auf dem Surfbrett nutzen. Eigentlich aus unserer Sicht ziemlich gefährlich, aber sie wissen wohl was sie tun.

Das Essen war lecker und wir saßen noch ein wenig, ehe wir dann zurück zur Unterkunft gingen. Hier verbrachten wir erstmals den Abend mit ein wenig Zeit am TV, denn das Gerät hatte Youtube Zugriff und wir konnten hier unsere Serien etwas weiterschauen und darüber diskutieren.

Sonnenuntergang in der Unterkunft beobachten

In der Unterkunft legten wir uns kurz ne Runde hin und machten uns nochmal frisch. Nebenan im Gemeinschaftsraum machten wir Bekanntschaft mit Engländern, die mit ihrem T6 Bulli den weiten Weg hierunter gefahren waren. Gemeinsam saßen wir eine Weile oben mit Ausblick aufs Meer. 

Unsere Wäsche war bereits zum Großteil getrocknet und wir stellten eine zweite Maschine an.

Kurz vor 19 Uhr ging dann die Sonne über dem Meer unter und wir konnten einen ziemlich schönen Ausblick genießen. Gleich wollen wir nochmal los an der Surferstrand und etwas essen.

Die Surfer beobachten und Chillen

Wir suchten uns hier am Surferstrand ein schönes Plätzchen auf den Felsen unten und beobachteten ein wenig die Surfer, wie sie immer und immer wieder versuchten, die perfekte Welle zu treffen. Es schaut auf jeden Fall ziemlich schwierig und anstrengend aus.

Hier unten tümmelten sich natürlich auch Badegäste und Familien und lang dauerte es nicht, bis uns ein landestypisches Gebäck angeboten wurde. Diesmal griffen wir gerne zu und genehmigten uns einen Sfenj, so etwas wie marokkanische Donuts.

Gegen 16 Uhr machten wir uns wieder auf zu unserer Unterkunft, um hier noch ein wenig zu ruhen.