Dienstag, 7. Januar 2025

Von der Strandpromenade zum Hotel

Angekommen an der Strandpromenade von Agadir liefen wir diese erstmal ein Stück ab, um uns ein Bild zu verschaffen. Auch hier merkte man wie in Essaouira den Touristen-Boom, denn alles war sehr schick angelegt. Entlang der Promenade standen jede Menge hochpreisige aber auch schicke Hotels.

Wir hatten im Vorfeld ein wenig recherchiert und 2-3 günstigere Hotels ins Auge gefasst. Den Favoriten davon steuerten wir nun an, das Hamilton Hotel Agadir. Es lag etwas stadteinwärts an der Hauptverkehrsstraße N10 gegenüber der Sportanlagen von Agadir. Von der Promenade aus waren es knapp 900m zu laufen.

Zu Fuß und per Auto zum Agadir Beach

Nach einigem hin und her stand für uns dann die Entscheidung fest, wir fahren heute noch nach Agadir und verbleiben dort die restlichen Tage unserer Tour. Wir können uns dort besser ein vernünftiges Zimmer mieten und Tagestouren unternehmen, anstatt uns hier in den abgeranzten Dörfern zu ärgern.

Erste günstige Hotels hatten wir herausgesucht und entschlossen uns nun, erstmal in Richtung Agadir zu laufen, um auf eine günstige Verkehrsstraße zu kommen. 

Somit liefen wir hier von Anza aus durch das Industriegebiet rund um den Hafen von Agadir, in welchem auch das "Mein Schiff 7" ankerte, ehe wir wieder einen InDrive Fahrer beauftragten, der uns das letzte Stück bis nach Agadir bringen sollte. 

Es ging vorbei am Hafen und unterhalb der Kasbah Agadir Oufella entlang, die oben auf dem Berg thront. In Agadir angekommen ließen wir uns am Belvedere Garten am Agadir Beach absetzen und waren nun direkt an der Strandpromenade angekommen.

Weiter zum Anza Beach

Mit der Entscheidung, nicht in Tamraght zu verbleiben, liefen wir runter zur Hauptstraße. Wir hatten bald Mittagszeit und die Temperaturen waren heute so hoch, dass wir erstmalig in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs waren. 

Hier in Tamraght endete auch die schöne Strandpromenade und ein weiterkommen wäre nur über die Straße möglich. Daher schied für uns das Laufen aus und wir suchten wieder per InDrive eine Mitfahrgelegenheit nach Anza, dem nächsten Dorf am Meer.

Ein Fahrer war schnell gefunden, die örtlichen Taxifahrer bekamen das aber mit und waren so gar nicht erfreut darüber, dass wir ihren Dienst nicht in Anspruch nahmen. Uns aber egal, wir waren alsbald in Anza angekommen.

Hier gingen wir wiederum erstmalig in Marokko in einem Supermarkt einkaufen. Wir wollten nur schnell was auf die Hand, denn ein Frühstück hatten wir noch nicht. Also gab es ein einfaches Baguette und einen Liter O-Saft, die wir dann am Anza Beach mit Blick aufs Wasser verzehrten. Neben uns stand mal wieder ein Kaffee-Bulli, diesmal ein ziemlich schicker VW T3. In der Ferne sah man die größeren Frachtschiffe die auf eine Einfahrt nach Agadir warteten. Und oben auf dem Berg in Richtung Agadir sahen wir zwei Flugzeuge stehen, die hier wohl für einen Freizeitpark aufgebaut wurden. Ziemlich verrückt, aber auf Google Maps war davon noch nichts zu finden.

Hier bei der Mittagspause am Meer wurde uns aber auch klar, dass auch Anza nicht das Dorf ist, wo wir noch länger bleiben wollten. Auch hier gab es kein schönes Strandleben oder nette Restaurants.

Unterkunftssuche in Tamraght

Unser Plan war, dass wir die letzten Tage hier in den Vordörfern von Agadir verbringen und erst zum Schluss in die Großstadt wechseln. Daher suchten wir nun hier in Tamraght eine passende und bessere Unterkunft für die nächste Nacht. Drei Möglichkeiten lagen weiter oben im Dorf.

Auch Tamraght lag am Hang und wir mussten unten vom Strand hoch ins Dorf, um die Häuser zu erreichen. Im ersten Hostel gab es zwar ein Zimmer, aber ohne eigenes Bad. Darauf hatten wir nach den ganzen Tagen und vor allem nach der letzten Unterkunft keine Lust mehr. Wir zogen also weiter.

Die zweite Unterkunft bestand aus kleinen Appartmentzimmern, sogar mit eigener Küchenzeile. Wir ließen uns alles zeigen und nahmen uns etwas Überlegungszeit oben auf der Dachterrasse. Hier hatte man einen wunderbaren Blick über die gesamte Bucht, bis runter nach Taghazout. 

Das Problem hier in Tamraght war, das wir schon etliche Höhenmeter hochlaufen mussten, um überhaupt diese Wohnung zu erreichen. Drumherum gab es auch nichts interessantes und selbst ein Besuch unten am Meer würde immer anstrengend und langwierig sein, ohne zu wissen, ob es dort überhaupt schön ist. Wir waren ja am Anfang des Dorfes schon hoch. Google Maps zeigte zumindest nur Hotelanlagen und keinen schönen Strand.

Tatsächlich entschieden wir uns als dazu, weiter in Richtung Agadir zu ziehen und Tamraght hinter uns zu lassen.

Wanderung nach Tamraght

Die Nacht hier im Hostel war unruhig, direkt neben uns hatten lautstarke Engländer ihr Zimmer, die sich auch Nachts nicht benehmen und an die Nachtruhe halten konnten. Zum Glück hatten wir wie immer unsere Ohrstöpsel mit, womit wir nicht das meiste mitbekamen. 

Gestern am Strand hatten wir den Plan geschmiedet, heute ins nächste Dorf zu laufen, denn die Strandpromenade war hier sehr gut ausgebaut und die knapp 6 km sollten einfach machbar sein.

Nach einer schnellen Dusche liefen wir dann gegen 9:30 Uhr los, zunächst mal wieder durch Taghazout zum Strand. Da es im Hostel kein Frühstück gab, holten wir uns bei einem Straßenhändler ein mit Schoko eingerollten Msemen, ähnlich einem Crepes. Das war dann auch heute der erste Tag ohne jegliches Frühstück in der Unterkunft. Die nächsten mussten definitiv wieder besser werden.

Für uns ging es nun den Strand entlang, den Taghazout Beach, und das bei bestem Wetter. Eine schön angelegte Promenade läuft hier bis nach Tamraght, da zwischen diesen beiden Dörfern etliche hochpreisige Hotelanlagen mit eigenen Strandzugängen und Beachbars gebaut wurden. An diesen liefen wir nun vorbei, sahen noch Weihnachtsdeko und sogar eine Eisbahn im dafür aufgebauten Zelt. Als Hotelgast würde ich mich allerdings tierisch über die Stromaggregate direkt vor den Fenstern aufregen.

Wir fahren fix unterwegs und hatten bereits nach einer Stunde den Strand von Tamraght erreicht. Nun wollten wir hier im Dorf nach einer neuen Unterkunft suchen.